22.10.2020
Baugrube Bözingenfeld

Unter der Federführung der MTS Neuchâtel SA wird auf dem Industriegelände Bözingenfeld in Biel eine in zwei Bereiche aufgeteilte Baugrube erstellt. Einen bedeutenden Beitrag leistet dabei der Spezialtiefbau der Marti AG Bern, unter anderem durch die technische Leitung. Das Baufeld mit einer Gesamtgrösse von ca. 1.2 Hektaren wurde zur Optimierung des Bauablaufes zweigeteilt.

Für die Baugrubenumschliessung wurden verschiedene Systeme gewählt. In erster Linie kommen Spundwände zum Einsatz. Entlang eines bestehenden Gebäudes wurde eine überschnittene Pfahlwand mit einem minimalen Abstand von 1.6 m zur grossflächigen Glasfassade erstellt. Eine Besonderheit stellt die Abtrennung der abgestuften Baugruben mit einer offenen Pfahlwand kombiniert mit Jettingsäulen dar.

Bedingt durch die stark sensible Produktionsstätte, ist den Emissionen, insbesondere den Erschütterungen, besondere Beachtung zu schenken.

Eine grosse Herausforderung stellt der Baugrund dar. Wenig verfestigte feinkörnige Ablagerungen bestimmen massgeblich die Geologie. Diese Sedimente werden lediglich durch eine grundwasserführende Schotterschicht unterbrochen. Eine Grundwasserhaltung mit Filterbrunnen und einer umfassenden Überwachung wurden eingerichtet. Letztere dient vor allem dazu, eine mögliche Beeinträchtigung der nahe gelegenen Fassungen zur Wärmegewinnung und der Trinkwassernutzung frühzeitig zu erkennen und Massnahmen einleiten zu können.

Nach der Übergabe der ersten Etappe im Sommer 2020 konzentrieren sich die laufenden Tätigkeiten auf die Abteufung der zweiten Baugrube. Nachdem der oberste Bereich mit einer Verankerung gestützt wird, kommt nun das Marti Spriesssystem zum Einsatz. Mit dem fortschreitenden Aushub werden Longarinen, Knickhalterungen sowie Spriesse eingebaut. Eine umfassende Spriesskraftüberwachung dient zur Kontrolle der effektiven Verhältnisse in Gegenüberstellung zu den berechneten Modellen. Ziel ist es die zweite Etappe der Baugrube im April 2021 übergeben zu können.

Bereits in der Projektierungsphase konnte die ARGE mit ihrem umfassenden Wissen einen wesentlichen Beitrag zur Auslegung der Baugrube und zur Bestimmung der Baumethoden leisten. Dank der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten, können nun während der Realisierung die vielzähligen räumlichen und zeitlichen Schnittstellen gehandhabt werden.

Mit der Umsetzung der bisherigen komplexen Arbeiten erwies sich der gewählte Weg vom Entwurf bis zur Ausführung aller Projektschritte als der angemessene. Dies, um ein für den Bauherrn terminlich und wirtschaftlich optimiertes Projekt realisieren zu können.

 
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